Panamahut Pflanze, Toquilla, Carludovica palmata

Die Panama-Hut-Pflanze ist in Südamerika beheimatet und findet zudem eine weite Verbreitung in tropischen und subtropischen Gebieten.  Die Pflanze bildet sehr langgestielte, palmenähnliche Fächerblätter aus, die in meist vier keilförmige, stark längsfaltige, vorderseits tief eingeschnittene Abschnitte unterteilt sind.


Nach der recht unscheinbaren Blüte bildet sich ein bis zu 30 cm langer und etwa 4 cm breiter Fruchtkolben, welcher bei Reife aufplatzt und das innenliegende, leuchtendrote Fruchtfleisch präsentiert. Es wird angenommen, dass durch die Signalfarbe des Fruchtfleisches Tiere zum Fressen angelockt werden sollen, die damit für die Verbreitung der im Fruchtfleisch enthaltenen Samen Sorge tragen.


Die attraktiven, palmenähnlichen Fächerblätter der Carludovica haben der Pflanze zusätzlich den Namen Panamahut-Palme eingebracht, da ihr Aussehen sehr stark an Palmen erinnert. Jedoch handelt es sich keinesfalls um eine Palme, die Panamahut-Pflanze ist eine ausdauernde Hochstaude.


Aus den Fasern der Carludovica palmata, dem Toquilla-Stroh, werden in aufwendiger Verfahrensweise die begehrten Panama-Hüte hergestellt, deren Einzelpreis durchaus mehrere Tausend US-Dollar betragen kann, überwiegen Montecristi Hutte. 

Fossile Funde dieser Pflanzenart belegen ein Vorkommen der Carludovica bereist vor mehr als 45 Millionen Jahren. Damit ist anzunehmen, das sich mit dieser Urwelt-Pflanze bestimmt der ein oder andere Dinosaurier seinen Speiseplan bereichert hat.
 

  • Familie: Cyclanthaceae (Scheibenblumengewächse)
  • Herkunft: Süd-Amerika
  • Wuchs: Staude
  • Höhe: 0,8 m bis 3,8 m
  • Standort: Vollsonne bis Halbschatten
  • Überwinterung: Hell bei 12° bis 20° C
  • Temperaturminimum: 3° C